Gräser bis zum Horizont. Lavaerde, Gestein, Hügel und Stacheldraht. Der dumpfe Widerhall schnaufender Büffelherden steckt noch immer im Boden, unhörbar laut und deutlich.
Highways schlagen Schneisen in die Bergrücken. Entlang schroffer Canyons und fast versiegter Flüsse hat Dynamit durchbrochen, was undurchdringlich war. Menschen ziehen ihre Bahnen, im Sitzen hinter Glas, mit Kaffee und Autopilot. In ihren Lautsprechern säuseln sanfte Schlager zur biochemischen Entspannung der alten Raubtiere.
Eine Kolonne von Ameisen in Chevrolets auf dem Weg zum individuellen Glück, gestoppt durch Havarie, blockiert durch Orientierungslosigkeit. Prärie, überall Prärie, links und rechts des sicheren Asphalts. Erste Siedler steuern ihre Planwagen querfeldein, bleiben stecken im Indianergebiet, fahren durch die Staubwolken ihrer Leitwölfe. Ein Hubschrauber landet, aber selbst Fernstecher zeigen Leid und Tod nur als Blaulicht in der Ferne.
An den Abenden entsteigen den Rollzeugen die Autopiloten, zählen die ihrigen, gruppieren sich um die Lagerfeuer der Grillrestaurants. Gefesselt und geknebelt erleben die Tierfreunde das Zerbeißen halbgaren Fleisches, geschossen mit Hinterladern aus den Walton General Stores, aufgespießt mit Lanzen, über Feuer geschwärzt und zerteilt mit Buckmessern aus Kohlenstahl.
Der Einbruch der Dunkelheit im sicheren Fort Motel bringt frühen Schlaf. Aber in tiefer geträumter Nacht brüllen sie und stampfen, die Büffel, unhörbar laut und deutlich.
(1.500 Meilen durch New Mexico mit meinem Bruder)