US-Bevölkerung japanischer Herkunft wurde in den USA in den 40ern bekanntlich in Lager eingewiesen. Der damalige Gouverneur von Colorado fand es ein wenig unfair, Herkunft als ausreichend zu betrachten für Internierungen zum Schutz der USA. Er hat wohl in seinem Bundesstaat eine freundlichere Politik verfolgen können. In Denver haben ihm Japaner zum Dank ein Denkmal errichtet, neben ihrem buddhistischen Tempel, in der Downtown. Während des II. Weltkrieges wurde Denver zum Anziehungspunkt für viele Japaner Kaliforniens. Im heutigen US-Stadtbild fallen sie jedoch nicht auf, weder mit Wohnvierteln noch mit Veranstaltungen (den deutschen Einwanderern ähnlich - nicht auffallen, vielleicht eine Lehre dieser Einwanderergruppen aus der Geschichte).
Denver ist zumindest im Zentrum heute eine Stadt des weißen Amerika.
Ähnlich wie für Boulder würde ich auch hier von erfolgreicher Stadtplanung im herkömmlichen Sinn sprechen. Größere Probleme sind nicht sichtbar, Denver hat sich besonders architektonisch für den weltweiten Wettkampf der Großstädte gerüstet. Die Downtown als eine einzige Architekturausstellung zu bezeichnen, ist nicht sehr übertrieben. Der Bürgermeister will seine Stadt aber auch zu einer der umweltfreundlichsten der USA machen. Chicagos Bügermeister Daley verfolgt ähnliches und kann immerhin mit seinem Green Roof-Programm punkten. Die "sustainable City" wird als Ziel proklamiert.
Dazu paßt, daß soeben das höchste Bundesgericht der USA die US-Umweltbehörde EPA verpflichtet hat, härtere Umweltstandards wegen der Klimaerwärmung zu verfolgen. In Deutschland dagegen hat man ein Herz für die Glühbirnen-, die Autoindustrie und die Zigarettenhersteller darf man auch nicht vergessen... Vergessen zu erwähnen habe ich, daß Denver rauchfrei ist.